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		<title><![CDATA[Ralfs Blog]]></title>
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		<description><![CDATA[Der Blog von Ralf Herter]]></description>
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		<lastBuildDate>Thu, 18 Jan 2024 16:00:00 +0100</lastBuildDate>
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			<title><![CDATA[was denn noch?]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://ralfherter.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000010"><div>der Mensch hat immer schon die eigenen Interessen über die von anderen Lebewesen gestellt, wieso sollten wir jetzt damit aufhören?</div><div><br></div><div>Dann haben sie uns den Rassimus madig gemacht und jetzt wird auch noch </div><div>welche Ismen bleiben uns denn noch?</div><div><br></div><div>welche </div><div><span class="fs14lh1-5">Zuerst</span><br></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Als die stärkste Spezies auf der Erde ist es immer noch unsere Entscheidung, wie wir mit niederen Lebewesen umgehen.</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Gott sei Dank machen wir die Gesetze auf der Erde</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Worauf sollen wir denn noch alles verzichten?</span></div><div><span class="fs14lh1-5">SUV, Kreuzfahrt, Urlaub</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Was hätten unsere Vorfahren , wenn man ihnen aufgebürdet hätte?</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div></div>]]></description>
			<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 11:13:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[„Vegetarier aller Länder, vereinigt euch!“]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000008"></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 14:25:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Blog Halte deine Einheit sauber]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000012"><b><span class="fs11lh1-5 cf1 ff1">Blog Halte deine Einheit sauber</span></b></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 22 Jul 2025 17:44:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Der Weise auf der Suche nach einem Gerechten]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
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			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000017"><div><b><span class="fs14lh1-5 ff1">Ein Weiser sucht einen Gerechten</span></b><br></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div>Einst reiste ein Weiser durch die Zeit auf der Suche nach einem Gerechten. <div><br></div><div>Es meldeten sich ein amerikanischer Baumwoll-Plantagenbesitzer, der ein Dutzend Sklaven hielt, ein traditioneller Salafist und ein aufgeklärter Europäer des 21. Jahrhunderts.</div><div><br></div><div>„So bist also du ein gerechter, guter Mensch?,” fragte der Weise den Plantagenbesitzer.</div><div><br></div><div>„Gewiss, Herr. Mein Gewissen ist rein. Ich folge brav unseren Sitten und Normen“, antwortete der Plantagenbesitzer. "Ich bin ein gottesfürchtiger Mann, der alle Weißen gleich behandelt, so wie es in meiner Gesellschaft erwartet wird."</div><div><br></div><div>Als der Weise ihn schweigend musterte, sagte er: „Was habt Ihr, mein Herr? Warum schaut Ihr mich so an? Mein Handeln entspricht den Tugenden meiner Zeit, so wie es mir gelehrt wurde und wie es auch andere ehrenhafte Bürger tun."</div><div>"Und du, bist du gleichermaßen gerecht?", fragte der Weise den Salafisten.</div><div>"Ja, Herr, wahrlich. Ich halte mich streng an die Gebote meiner Gemeinschaft. Niemals würde ich einen Mann nach seiner Hautfarbe beurteilen. Ich behandle jeden Bruder gleich, der dem Weg Allahs und den traditionellen Pfaden der Ehe und Familiengründung folgt.”</div><div>Der Weise schaute ihn schweigend an und da sagte der Salafist: "Was bedrückt Euch, Herr? Ich sehe Zweifel in eurem Gesicht. Entspricht mein Handeln nicht den ehrenvollen Traditionen meiner Gemeinschaft? Handle ich denn nicht so wie es mir gelehrt wurde und wie meine Brüder es tun?“</div><div><br></div><div>"Gerecht?", brach es aus dem aufgeklärten Europäer des 21. Jahrhunderts heraus. </div><div><span class="fs14lh1-5">"Euer Handeln mag den Normen eurer Zeit entsprechen, aber das allein macht euch nicht gerecht! Es waren immer diejenigen, welche die Macht hatten, die auch die Regeln bestimmten. Nur weil euer Verhalten den Regeln eurer Zeit entspricht und ihr das Glück habt, in die Gruppe der Mächtigen geboren zu sein, bedeutet es nicht Gerechtigkeit, wenn ihr EUREN Regeln folgt!"</span><br></div><div><br></div><div>Der aufgeklärte Europäer aus dem 21. Jahrhundert schrie angesichts der Ungerechtigkeit und Verklärtheit der anderen, die ihm hier begegnete.</div><div><br></div><div>"Selbst wenn die Mehrheit von euch so handelt, macht es das nicht richtig!", fuhr der aufgeklärte Europäer wütend fort. „Ihr seid so geprägt von eurer Kultur und euren verinnerlichten Glaubenssätzen, dass euch die wahre Bedeutung von Gerechtigkeit entgeht! Was ist mit denn mit all den Schwarzen, den Frauen, den Homosexuellen, den Andersdenkenden und Andersgläubigen? Ist ihr Leben weniger wert, nur weil sie anders sind als die herrschende Klasse der Mächtigen? Haben sie etwa keine gleichwertige Behandlung verdient?”</div><div><br></div><div>Der Weise lauschte aufmerksam den Worten des aufgeklärten Europäers. „So bist es am Ende also du, nach dem ich schon so lange suche?“</div><div><br></div><div>„Oh ja, mein Herr, ich bin ein gerechter Mensch des aufgeklärten Zeitalters. Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Wir machen keine Unterschiede mehr, weder bei Geschlecht, noch bei Religion, Sexualität, Hautfarbe oder Nationalität. Bei uns haben alle dieselben Rechte, die zu unserer Spezies gehören.”</div><div><br></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 18 Jan 2024 15:00:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Frohes Neues Jahr – Für ALLE Lebewesen]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://ralfherter.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000016"><div><b><span class="fs14lh1-5 ff1">Allen ein erfüllendes neues Jahr mit möglichst viel Freude und möglichst wenig Leid …</span></b><br></div><div><b><span class="fs14lh1-5 ff1"><br></span></b></div><div>… auch denen, die ein anderes Geschlecht haben als ich.<div> &nbsp;&nbsp;… auch denen, die nicht dieselbe Hautfarbe haben wie ich.</div><div> &nbsp;&nbsp;… auch denen, die einer anderen Nationalität angehören als ich.</div><div> &nbsp;&nbsp;… auch denen, die nicht dieselbe sexuelle Orientierung haben wie ich.</div><div> &nbsp;&nbsp;… auch denen, die einer anderen Religion folgen als ich.</div><div> &nbsp;&nbsp;… auch denen, die nicht zur selben Spezies gehören wie ich.</div><div><br></div></div><div>Ich wünsche ALLEN Lebewesen ein glückliches Leben – egal, wie ähnlich sie MIR sind.<div><br></div><div>Mein Mitgefühl gilt den Schwachen, die hilflos einer Übermacht ausgeliefert sind, welche die eigenen Interessen und Bedürfnisse auf ihre Kosten befriedigt … und den Wehrlosen, deren Lebenswert von der herrschenden Klasse daran bemessen wird, wie viel Gemeinsamkeiten sie mit IHR haben.</div><div><br></div><div>Ich wünsche jedem den Verstand, sein Verhalten zu reflektieren, die Fähigkeit zur Selbstehrlichkeit, die Souveränität, eigene Glaubenssätze zu hinterfragen, die Kraft, Selbstdenker statt Mitläufer zu sein und den Mut, für seine Überzeugungen einzustehen.</div><div><br></div><div>#veganuary2024</div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 01 Jan 2024 15:00:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Im KIZ (KreisImpfzentrum Stuttgart)]]></title>
			<author><![CDATA[]]></author>
			<category domain="https://ralfherter.de/blog/index.php?category="><![CDATA[]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000011"><div><br></div>Es ist warm in der Kabine. Die Ärztin hantiert an ihrer Anrichte und hat mir den Rücken zugewandt, als wolle sie das, was sie da macht, vor meinem Blick verbergen. Möchte ihr wie um Beiläufigkeit bemühter Plauderton mich in Sicherheit wiegen? Mir suggerieren, dass das, was auf mich zukommt, doch gar nicht so schlimm sei? Oder überinterpretiere ich das Verhalten der Frau in weiß?<div> &nbsp;<div>Wenige Minuten und zwei Stationen zuvor hat mich ein Infofilm über die Segnungen und Risiken des <span class="fs14lh1-5"><i>Comirnaty</i></span>-Impfstoffs von Biontech aufgeklärt. Das meiste davon habe ich bereits wieder vergessen. Hängen geblieben ist, dass mein Risiko, an Covid-19 zu erkranken, 95% niedriger sein soll als bei Ungeimpften. Aber erst nach erfolgter zweiter Impfung. Heute ist mein erstes Mal. <span class="fs14lh1-5"><i>I’ll be back</i></span>, denke ich mir beim Verlassen des Corona-Kinos.</div><div><br></div><div>Nun sitze ich also im Zimmer der Impfärztin und erlaube mir den makabren Spaß, mir die gefakten beziehungsweise missinterpretierten Bilder von angeblichen Spulwürmern in Impfseren vorzustellen und die Armada an Mikroroboter von Bill Gates, die schon brennend darauf wartet, in meinen Blutkreislauf hineingelassen zu werden, um ihr manipulatives Werk aufzunehmen. </div><div><br></div><div><br></div><div><img class="image-1" src="https://ralfherter.de/images/nanobots_kiz.jpg"  title="" alt="" width="648" height="369" /><br></div><div><br></div><div>Mein stets zu Scherzen aufgelegtes, masochistisches inneres Ich will Zweifel schüren, wo es nichts zu zweifeln gibt. Es neckt mich, weil ich es ihm erlaube, und so lasse ich mich gerne auf den eigenproduzierten Grusel ein, den nur Menschen nachvollziehen können, die sich etwa einen Flugzeugkatastrophenfilm ansehen, bevor sie ihren Transatlantikflug antreten oder sich <span class="fs14lh1-5"><i>Der weiße Hai</i></span> reinziehen, ehe sie im Meer baden, um sich dem wohligen Gänsehaut-Schauer hinzugeben, wenn irgendeine Pflanze oder vielmehr ein unbestimmtes „Ding” ihren Fuß streift. </div><div><br></div><div>Kaum zu Ende gedacht, fühlt sich auch schon der Geschichtenerzähler in mir herausgefordert und beschwört die Vision einer von Zombies besetzen Welt herauf, die ihre Entstehung einem nicht ausreichend getesteten Impfstoff zu verdanken hat – mit mir als dem Patienten null.</div><div><br></div><div>Was bist du nur für ein kranker Kerl? geht es mir durch den Kopf – nicht wirklich ernst gemeint, denn ich habe schon lange aufgehört, mir solche Fragen zu stellen, und mich längst mit der bitteren Realität abgefunden. Für einen Moment gehe ich im Kopf meine Karrierechancen als Skriptautor für Querdenker und Verschwörungstheoretiker durch, ehe mich die Ärztin mit ihren Anweisungen, was nach der Impfung alles zu beachten sei, wieder in die Gegenwart zurückholt.</div><div><br></div><div><span class="fs14lh1-5">„Was, die komplette Woche keinen Sport????” frage ich zurück – ganz der Sportsmann (der 80% seiner Zeit im Fitnessstudio in dessen Wellnessbereich verbringt). „Ihr Kollege im Vorzimmer hat aber etwas anderes gesagt.”</span><br></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Nach meinem Einwand spezifiziert die Ärztin ihre Aussage und begrenzt ihr Verbot auf Aktivitäten, die das Herzkreislaufsystem stark beanspruchen. Sauna geht also klar, Sport eher nicht, halte ich für mich fest. Mit dieser ärztlich verordneten Einschränkung wird mir der Gang ins Fitnessstudio diese Woche viel leichter fallen als sonst.</span><br></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div>Ich schaue auf die Uhr. Daheim läuft noch mein PC und gaukelt dem <a href="#" onclick="return false;" onmouseover="x5engine.imTip.Show(this, { text: 'Ein kleines Tool von Comcave zur Anwesenheitskontrolle.&lt;br /&gt;Comcave ist ein von der Agentur für Arbeit zertifizierter Bildungsträger, der Kurse zur Weiterbildung anbietet.', width: 180});" class="imAbbr imCssLink">CC-Launcher von Comcave</a> vor, &nbsp;ich würde brav vor dem Monitor sitzen. Hihi.</div><div><br></div><div>Das Abfrage-Popup, in das man durch Eingabe von vier Zahlen seine Anwesenheit bestätigen muss, taucht in unregelmäßigen Abständen, Pi mal Daumen alle zwei Stunden, auf und kann jederzeit auf dem Bildschirm erscheinen. Das Zeitfenster, das einem für die Eingabe zur Verfügung steht, ohne dass eine Lücke im Anwesenheitsverlauf entsteht und man in irgendeiner Form sanktioniert wird, ist begrenzt.</div><div><br></div><div>Ja schon gut, ich dramatisiere. Denn natürlich gibt es nichts, was ich zu verbergen hätte (jedenfalls, was das betrifft). Selbstverständlich ist ein Impftermin ein legitimer Abwesenheitsgrund, aber diese künstlich erzeugte Spannung ohne Anlass ist wieder so eine Macke von mir und ich hab mir die Herausforderung gestellt, daheim zu sein, bevor bei Comcave die Alarmsirenen losheulen und das Sondereinsatzkommando der Agentur für Arbeit meine Wohnung stürmt. Außerdem will ich mir den bürokratischen Aufwand ersparen, irgendwelche Dokumente einreichen zu müssen, die meine berechtigte Abwesenheit bezeugen. </div><div><br></div><div>Ich rechne. Etwa eine halbe Stunde, ehe ich die Wohnung verlassen hatte, war das Comcave-Popup das letzte Mal erschienen. Das ist jetzt circa eine Stunde her. Die Fahrt von mir daheim bis zum Impfzentrum dauerte ungefähr eine Viertelstunde. Kurzes Kopfrechnen ergibt, dass ich dann für den Rückweg etwa 15 Minuten brauchen werde. Weitere 15 Minuten beträgt die vorgegebene Wartezeit nach der Impfung, die man unter Beobachtung im Impfzentrum verbringen muss. (Wer sich dann noch nicht in einen (Un)toten verwandelt hat, darf heimgehen.) Okay, alles zusammengerechnet, komme ich zu dem Schluss, dass es richtig knapp werden könnte. Geil!</div><div><br></div><div>Mit einem halben Auge, ohne das Bedürfnis nach Details zu haben, aber offenbar unfähig, einfach ganz woanders hinzuschauen (das Maso-Ich lässt grüßen), schiele ich auf die Spritze mit dem halbvollen Kolben und dem dunklen Serum darin, welche die Ärztin wie eine Magierin klammheimlich hinter ihrem Rücken hervorgezaubert hat („Tataaa“) und mit der sie sich meinem bereits freigelegten linken Oberarm nähert.</div><div><br></div><div>Als jemand, der regelmäßig sein Blut dem DRK opfert und seinen Impfschutz gegen FSME, Tollwut, Tetanus und Zombiebisse immer wieder auffrischt, sind Spritzen kein ungewöhnlicher Anblick für mich. Dieses Mal aber, hier und jetzt im <span class="fs14lh1-5"><b>K</b></span>reis<span class="fs14lh1-5"><b>I</b></span>mpf<span class="fs14lh1-5"><b>Z</b></span>entrum Messe Stuttgart (endlich macht auch der Titel einen Sinn), ist es irgendwie anders. Selbst als rational denkender Mensch, für den ich mich „trotz allem“ immer noch halte, fällt es mir schwer, mich von dem Aufwand um mich herum, den Schutzmaßnahmen, den Medienberichten, den Atemmasken und den Menschen in Schutzanzügen nicht beeindrucken zu lassen. </div><div><br></div><div>Hier steckt schon mehr dahinter als bei der letzten Zeckenimpfung im Sprechzimmer von Dr. Kühnemann, welche mir dessen Sprechstundenhilfe bei der Vorsorgeuntersuchung kurz und schmerzlos reingedrückt hat – in den Terminplan.</div><div><br></div><div>Hoppla, ehe ich mich versehe, ist es auch schon passiert: Ein kleiner Pieks für mich, aber ein großer Schritt für die Herdenimmunität. <span class="fs14lh1-5">Ich betrachte meinen Arm als wäre ich verwundert, dass er sich trotz Impfung noch an Ort und Stelle befindet. „Husch husch, ans Werk, ihr kleinen Racker”, rufe ich gedanklich Bill Gates’ Nanobots zu, während die Ärztin mir ein Pflaster auf die Einstichstelle pappt – und hoffe im selben Moment, dass ich tatsächlich nur stumm und nicht etwa laut gedacht habe. </span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Die gute Frau macht jedoch keine Anstalten, um Hilfe zu rufen oder das Sicherheitspersonal zu alarmieren. Stattdessen entlässt sie mich mit den besten Wünschen und weist mir freundlich den Weg zum Wartebereich. Doch, das muss man sagen, alles nette Leute hier.</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div>Im zugewiesenen Bereich sicher angekommen, harre ich auf einem Stuhl der Dinge, namentlich der zerrinnenden Zeit von fünfzehn Minuten. Ich bin jetzt also einer von ihnen. Einer der Geimpften. Ich nehme mir vor, stolz zu sein, wenn in der Tagesschau am Abend die aktuellen Impfstatistiken vorgelesen werden und ich mit Fug und Recht behaupten kann, dass ohne mich eine um eins niedrigere Zahl an Geimpften auf dem Bildschirm erscheinen würde.</div><div><br></div><div>Dabei ist die durchgeführte Impfung nicht wirklich mein Verdienst. Meine Schwester, die es zur Meisterschaft im Ergattern von Impfterminen gebracht hat, hatte auch für mich einen aus dem Lostopf gezogen. Daher gebühren ihr die Lorbeeren. <span class="fs14lh1-5">Und nur deshalb bin ich hier beziehungsweise war es, denn die 15 Minuten sind inzwischen um. Also flugs den Papierkram abgegeben, unter tosendem Applaus der Anwesenden und in die Menge winkend den Wartebereich verlassen (zumindest habe ich es so in Erinnerung), aufs Fahrrad geschwungen (ja, ich bin geradelt – Sie wissen, CO2 und so …) und gen Wohnung gedüst, dann angekommen, Fahrrad abgestellt und die Treppen in den dritten Stock hochgehetzt (ja, ich vermeide Aufzüge, selbst in extremen Notsituationen wie diesen – Sie wissen, Gesundheit und so …), mit zittrigen Händen den Schlüssel ins Schlüsselloch gefummelt, die Wohnungstür aufgerissen und vor den Bildschirm gestürzt. &nbsp;</span></div><div><br></div><div>Und ja, da ist er. Der CC-Launcher empfängt mich in seiner ganzen Pracht, sardonisch grinsend und mit offenen Armen – in Form des aufgepoppten Anwesenheitskontrollfensters. Er hat es also tatsächlich getan, das Aufpoppen. Ein Stück weit fühle ich mich hintergangen – insgeheim hatte ich wohl gehofft, es hätte sich eine gewisse Solidarität entwickelt zwischen „Launchi” und mir in den vergangenen zwei Wochen unserer „Zusammenarbeit“ und er hätte mir vielleicht doch den Rücken gegenüber Comcave freigehalten. Ich habe keine Ahnung, wie lange er schon in dem aufgepoppten Zustand vor sich hinquengelt, aber ich gebe ihm, wonach er verlangt, indem ich die Zahlen mit der Maus in das Eingabefeld „tippe“ und warte gespannt, ob wegen der möglichen Zeitüberschreitung irgendetwas explodiert oder „Game Over“ quer über dem Bildschirm erscheint. Nichts dergleichen geschieht. Das Popup verschwindet einfach so wie immer, ohne zu murren oder nachzutreten. Mit spitzbübischem Grinsen auf den Lippen und dem Gefühl, das System überlistet zu haben, nehme ich wieder am Unterricht teil und tu so, als wäre nichts gewesen.</div><div><br></div><div>Ach ja, … Irgendwelche Impfnebenwirkungen? Keine Spur. Am Tag nach der Impfung fühle ich mich sogar so beschwingt und euphorisiert, dass ich mir einen lang gehegten Traum erfülle und mir endlich dieses neue teure Notebook bestelle. Das von Microsoft.</div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Thu, 29 Jul 2021 16:50:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Lebst du noch – oder „verzichtest” du schon?]]></title>
			<author><![CDATA[Ralf Herter]]></author>
			<category domain="https://ralfherter.de/blog/index.php?category=Veganismus"><![CDATA[Veganismus]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_00000000A"><div><span class="fs14lh1-5">In diesen Tagen erleben wir, was es bedeutet, wenn man uns einen kleinen Teil unserer Freiheit nimmt – wenn wir <i>verzichten</i> müssen.<br></span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><div><span class="fs14lh1-5">Für jeden sind diese Einschränkungen unterschiedlich schmerzhaft – und dennoch sind sie </span><b class="fs14lh1-5">nichts</b><span class="fs14lh1-5"> im Vergleich zu dem „Verzicht”, den wir anderen Lebewesen aufbürden – und zwar </span><b><span class="fs14lh1-5">dauerhaft.</span></b><span class="fs14lh1-5"> Lebewesen, deren Bedürfnis nach Bewegung und Freiheit </span><i class="fs14lh1-5">mindestens </i><span class="fs14lh1-5">genauso ausgeprägt ist wie unseres. </span></div><div><br></div><div><div><span class="fs14lh1-5">Wenn man bedenkt, dass sich Tiere in Freiheit viel mehr bewegen als wir, können wir vielleicht erahnen, wie viel qualvoller die Gefangenschaft für sie sein muss, die unserem Konsum- und Essverhalten geschuldet ist.</span></div></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><img class="image-2 fleft" src="https://ralfherter.de/images/2016-11-092B11-Suimax-Schweinezucht-Greiz-Gommla-Screenshot-01-c-PETA-D.jpg"  title="Schwein im Kastenstand" alt="Schwein im Kastenstand" width="497" height="331" /></div><div><span class="fs13lh1-5">Für viele von uns ist es schon unerträglich, einige Zeit in der eigenen Wohnung verbringen zu müssen. Was muss es für ein Lebewesen bedeuten, 24/7 in einen Kastenstand eingequetscht zu sein? Gibt es eine treffendere Bezeichnung als „Folter” für so etwas? Wie konnten wir so das Gesellschaft jemals zulassen? <a href="https://www.peta.de/neuigkeiten/kloeckner-kastenstaende/?utm_source=ralfherter.de&utm_medium=ralfherter.de&utm_campaign=ralfherter.de" target="_blank" class="imCssLink">Lies dazu diesen Artikel</a>.</span></div><div><span class="fs13lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs13lh1-5">Allein um unsere „Appetit-Bedürfnisse“ zu befriedigen und um unseren (anerzogenen) und meist wenig reflektierten Ernährungs<b>gewohnheiten</b> nachzukommen, züchten, halten und töten wir andere Lebewesen – auf eine Art und Weise, die nur Wirtschaftlichkeit als Maßstab hat. Lebewesen, die das Pech haben, mit einer Spezies auf einem Planeten zu leben, die die ganze Welt den eigenen Bedürfnissen unterordnet. #Anthropismus</span></div><div data-line-height="1" class="lh1"><br><br></div><div><b class="fs16lh1-5">Was ist Verzicht?</b><br></div><div><div><span class="fs14lh1-5">„Verzicht ist die Nichtinanspruchnahme von etwas, das einem zusteht“, sagt wiktionary.</span><br></div></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><ul><li><span class="fs14lh1-5">Hätten die Menschen vor 100 Jahren es als Verzicht betrachtet, wenn sie hätten nicht in den Urlaub gehen können? Vermutlich nicht.</span></li></ul><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><ul><li><span class="fs14lh1-5">Würden wir es als Verzicht bezeichnen, wenn wir mit einem Linienflugzeug vorlieb nehmen müssten anstelle eines Privatjets? Wohl auch nicht. Eher als dekadenten Luxus. Der Hollywood-Star aber würde es vielleicht als Verzicht empfinden. </span></li></ul><div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div></div><div><span class="fs14lh1-5">Ist Verzicht also nicht vielmehr das Nicht(mehr)durchführen </span><span class="fs14lh1-5">einer „liebgewonnenen Gewohnheit”</span><span class="fs14lh1-5"> – unabhängig davon, ob diese Gewohnheit jemals eine Existenzberechtigung hatte?</span><br></div></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Was steht uns Menschen „objektiv” zu, mit den Ressourcen der Erde und ihren Lebewesen zu machen</span><span class="fs14lh1-5">? Und wie anmaßend ist es im Grunde, etwas als „Verzicht” zu bezeichnen, was wir aus ethischen, ökologischen oder anderen Gründen hätten niemals tun dürfen, was sich nie als Gewohnheit hätte etablieren dürfen?</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Ist es „Verzicht”, wenn wir etwas Pflanzliches essen anstelle des Schnitzels, für das ein Tier sein (einziges) Leben lang leiden musste – nur damit wir für 10 Minuten unseren Appetit befriedigen? Ist u</span><span class="fs14lh1-5">nser Appetit ein höheres Gut als das Wohl eines empfindsamen, leidenden Lebewesens?</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><div><span class="fs14lh1-5">Haben wir einen Anspruch darauf, die uns unterlegenen Lebewesen ihrer elementarsten Grundbedürfnisse zu berauben </span><span class="fs14lh1-5">, um kurzfristige kulinarischen Gelüste zu befriedigen?</span><span class="fs14lh1-5"> Haben wir einen Anspruch darauf, Tiere „</span><i class="fs14lh1-5">verzukonsumieren”</i><span class="fs14lh1-5"> &nbsp;– so wie wir es tun?</span></div></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Der Mensch findet immer „berechtigte Gründe” für sein eigenes Verhalten und er ist großzügig bei der Auslegung von dem, was er meint, dass es ihm zustehe.</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Steht es ihm zu?</span></div><div><span class="fs14lh1-5">Warum?<br>Weil er der Stärkere ist?<br>Weil er es so gewohnt ist?</span></div><div><span class="fs14lh1-5">Weil es laut den Regeln und Gesetzen, die </span><span class="fs14lh1-5"><i>er</i></span><span class="fs14lh1-5"> gemacht hat, nicht verboten ist?</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><span class="fs14lh1-5">Aber sind diese Regeln „ethisch objektiv richtig”?</span></div><div><div><span class="fs14lh1-5">Oder entscheiden im Zweifelsfall die Bedürfnisse desjenigen, der die Regeln macht, darüber, was „richtig” ist.</span></div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><div><b><span class="fs16lh1-5">#veganuary</span></b><br></div><div><span class="fs14lh1-5">Wir tun schlechte Dinge nicht, weil wir „böse” sind – oft fehlt uns einfach das Bewusstsein, welche Konsequenzen unser Verhalten für andere hat. Weil wir es „schon immer” so gemacht haben, reflektieren wir es nicht.</span></div><div><br></div><div><span class="fs14lh1-5">Oft wird uns erst bewusst, wie schlecht es anderen geht, wenn es uns selbst schlecht geht. </span><span class="fs14lh1-5">Vielleicht ermöglicht es die aktuelle Situation dem einen oder anderen, Empathie für die Lebewesen zu entwickeln, die unserer Überlegenheit hilflos ausgeliefert sind und die</span><span class="fs14lh1-5"> </span><b class="fs13lh1-5"><span class="fs14lh1-5">ein Vielfaches an Einschränkungen, Schmerz und Leid</span></b><span class="fs14lh1-5"> </span><span class="fs14lh1-5">ertragen müssen, als wir es je erleben werden.</span></div></div><div><br></div></div><div><div><b><span class="fs16lh1-5">Was du tun kannst</span></b><br><ul><li><span class="fs14lh1-5">Informiere dich, <a href="https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung" target="_blank" class="imCssLink">welches Leid hinter dem Konsum von Fleisch, Milch und Eiern steht </a></span></li><li><span class="fs14lh1-5">Informiere dich, <a href="https://www.regenwald-schuetzen.org/verbrauchertipps/soja-und-fleischkonsum/die-komplexen-folgen-der-massentierhaltung" target="_blank" class="imCssLink">welche massiven Umweltschäden durch die Nutztierhaltung entstehen</a></span></li><li><span class="fs14lh1-5">Sei offen und lehne Dinge nicht ab, nur weil du sie nicht gewohnt bist</span><br></li><li><span class="fs14lh1-5">Sei nicht zu bequem für die Auseinanderzusetzung</span><br></li></ul></div><div><br></div></div><div><div><span class="fs14lh1-5">#veganuary ist eine Aktion, die Menschen dazu ermutigt, im Januar vegan zu leben. Warum probierst du es nicht mal aus?</span></div></div><div><br></div><div><span class="fs14lh1-5">Es liegt an dir, ob aus einem Lebewesen ein Produkt wird.</span><br></div><div><br></div><div><img class="image-0" src="https://ralfherter.de/images/piglet-3386356_640.jpg"  title="" alt="" width="640" height="426" /><img class="image-1" src="https://ralfherter.de/images/schnitzel-4081269_640.jpg"  title="" alt="" width="640" height="426" /><br></div><div><br></div><div><br></div><div><span class="fs14lh1-5">Danke für deine Aufmerksamkeit!</span></div><div><span class="fs14lh1-5"><br></span></div><div><div class="imTARight"><span class="fs12lh1-5">foto: © PETA Deutschland e.V.</span></div></div></div>]]></description>
			<pubDate>Tue, 12 Jan 2021 17:12:00 GMT</pubDate>
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			<title><![CDATA[Start Smoking – Die Entstehungsgeschichte]]></title>
			<author><![CDATA[Ralf Herter]]></author>
			<category domain="https://ralfherter.de/blog/index.php?category=Pers%C3%B6nliches"><![CDATA[Persönliches]]></category>
			<category>imblog</category>
			<description><![CDATA[<div id="imBlogPost_000000004"><span class="fs13lh1-5"><b>Das Rauchen und ich</b></span><div>Wer mich kennt, kennt mich als („friedlich-militanten”) Nichtraucher. Das war nicht immer so. Eine überschaubare Zeitlang als Jugendlicher sah man selbst mich ab und zu mit einer Zigarette zwischen den Fingern – meistens beim Ausgehen, wenn man „cool“ und „erwachsen“ sein wollte, wie es eben so ist. Allerdings hatte ich – zu meinem jetzigen nachträglichen Erstaunen – offenbar noch rechtzeitig die Weisheit und Disziplin entwickelt, das „Experiment“ zu beenden.</div><div><br></div><div>Mit der Zeit hat sich dann eine regelrechte Aversion gegen das Rauchen (seinen Gestank, seine gesundheitlichen Folgen, seine Unsinnigkeit) entwickelt. Unter anderem meine rauchende Schwester hatte das Vergnügen, die eine oder andere Moralpredigt und Stichelei über sich ergehen zu lassen. Nun, inzwischen ist sie Nichtraucherin, und ich rühme mich damit, einen Teil dazu beigetragen zu haben, dass sie es wurde – wenn auch vielleicht nicht durch meine Moralpredigten (wobei, wer weiß schon, wie die im Hintergrund in ihr gearbeitet haben?!).</div><div><br></div><div><span class="fs13lh1-5"><b>Alte Website und Roman</b></span></div><div>Anlässlich der Veröffentlichung meines Jugendromans „<a href="https://ralfherter.de/aussichtslos-das-buch.html" class="imCssLink" onclick="return x5engine.utils.location('https://ralfherter.de/aussichtslos-das-buch.html', null, false)">Aussichtslos?</a>“ vor vielen Jahren hatte ich hier auf dieser Domain – ja genau da, wo Sie jetzt <span class="imStrike">stehen</span> lesen – eine Website erstellt. Diese beinhaltete unter anderem eine Rubrik namens „Raucherecke“ mit satirischen Texten über das Rauchen. Ein paar Bausteine und Ideen davon finden sich im Buch und auf der neuen Website <a href="https://start-smoking.com/de?utm_source=website-ralfherter-blog&utm_medium=link-ralfherter-blog-website&utm_campaign=ralfherter-blog-website" target="_blank" class="imCssLink">https://start-smoking.com</a> wieder.</div><div><br></div><div>Den Roman hatte ich damals über einen sogenannten „Druckkostenzuschussverlag“ herausgebracht und dafür lange erspartes und teures Lehrgeld bezahlt. „Ich war jung und <span class="fs13lh1-5"><i>hatte</i></span> das Geld“ (hätte ich es doch lieber <span class="fs13lh1-5"><i>gebraucht!</i></span>). Manche kaufen sich ein Auto, andere lassen ein Buch verlegen. Aber wer weiß, wozu die Erfahrung gut war. (Wenn es jemand weiß, lasse er es mich wissen.)</div><div><br></div><div><span class="fs13lh1-5"><b>Ideen und Projekte</b></span></div><div>Nichtsdestotrotz hatte ich eine gewisse Befriedigung – man könnte fast sagen, „Spaß“ – beim Schreiben empfunden und so haben sich mit der Zeit weitere halbfertige Geschichten bei mir angesammelt. Ich huschte motiviert von einer „tollen“ Idee zur nächsten, ohne jedoch eine davon abzuschließen (wie ein Kind, das immer neues Spielzeug entdeckt und das alte in die Ecke wirft). Nach dem Studium war ich dann im „richtigen Berufsleben“ auch so eingespannt, dass für das Schreiben nach Feierabend kaum noch mentale Kapazität übrig blieb – zumindest gefühlt nicht (aber man findet ja immer Begründungen, etwas nicht tun zu „müssen“ – nicht nur als Raucher).<br><br></div><div>So zogen die Jahre ins Land und man verabschiedete sich mehr oder weniger von der Schreiberei und von den angefangenen Geschichten, die seither unfertig in der PC-Schublade verstauben oder auf Notizzetteln verteilt ihr nur noch schwer entzifferbares Dasein fristen. Sie klopfen nur immer mal wieder an der Hinterkopftür („Ich bin auch noch da“) und machen einem ein schlechtes Gewissen.</div><div><br></div><div><span class="fs13lh1-5"><b>„Passives Einkommen“</b></span></div><div>Auch wenn mir mein Job (als Produkt Marketing Manager über mehrere Jahre bei zwei verschiedenen Firmen) prinzipiell Spaß gemacht hatte und Möglichkeiten zur „kreativen Verwirklichung“ bot, schwebte mir schon lange vor, was „komplett Eigenes” zu machen. Ich dachte an „irgendwas mit Online-Marketing”, da ich mich in dem Bereich ja schon von Berufs wegen zu Hause fühlte und vielleicht mit etwas Spezialtraining und ein paar Kursen in der Lage wäre, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.</div><div><br></div><div>So fing ich an, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Schaut man sich auf YouTube entsprechende Videos an, wird man danach mit Werbeanzeigen aus dem weiten Feld des Online-Marketings und <span class="fs13lh1-5">„passiven Einkommens“</span><span class="fs13lh1-5"> bombardiert, die einen zur Teilnahme an „Live“-Webinaren ermutigen. Dort werden einem dann Kurse angepriesen, die einem die finanzielle Unabhängigkeit in Aussicht stellen, wenn man nur bereit ist, die paar Tausend Euro in den Kurs zu investieren. Ich will damit keine Aussage über die (Un-)Seriosität solcher Kurse machen, aber mir war das Ganze am Ende dann doch „zu heiß“ und vor allem zu teuer.</span></div><div><br></div><div><div><b><span class="fs13lh1-5">Amazon KDP</span></b></div></div><div>Eines der Webinare allerdings weckte mein Interesse. Es handelte vom Veröffentlichen von Büchern als „Selfpublisher“. Auch wenn es darin in erster Linie über das Schreiben von Ratgebern für sogenannte „Nischenbereiche“ ging, deren Texte die „Autoren“ sich von Ghostwritern zusammenschreiben lassen – was für mich nicht wirklich in Frage kam –, war das generelle Interesse an dem Format geweckt. &nbsp;Ich kannte es zwar schon, hatte aber nie die Energie entwickelt, mich intensiver damit zu beschäftigen.</div><div><br></div><div><div><span class="fs13lh1-5">Nach den Erfahrungen mit meinem Roman war ich ein gebranntes Kind. Auch die ermüdende und meist ernüchternde Suche nach einem „seriösen Verlag“ wollte ich mir nicht antun. Aber d</span><span class="fs13lh1-5">as Buchgeschäft hatte sich verändert seit „damals“. &nbsp;</span><span class="fs13lh1-5">Viele Autoren veröffentlichen inzwischen selbst, ohne einen großen Publikumsverlag im Hintergrund. </span><span class="fs13lh1-5">Der Funke der Motivation, etwas zu schreiben, das in seinem Umfang – </span><span class="fs13lh1-5"> ähnlich wie die besagten Ratgeber – </span><span class="fs13lh1-5">überschaubar wäre</span><span class="fs13lh1-5"> und damit Chancen hätte, selbst von mir zu einem Ende gebracht zu werden,</span><span class="fs13lh1-5"> </span><span class="fs13lh1-5">begann sich wieder zu entzünden. </span><span class="fs13lh1-5">In der Folge befasste ich mich etwas mehr mit dem Thema „Kindle Direct Publishing“ von Amazon.</span></div></div><div><br></div><div><span class="fs13lh1-5">In meinem Hinterkopf geisterte auch noch die Aussage eines Freundes herum, ich solle doch mal etwas Lustiges schreiben, worin er scheinbar ein gewisses Talent bei mir zu sehen glaubte – und keinen „ernsten Roman“ wie damals. <br></span><span class="fs13lh1-5">Aus dieser „Gesamtgemengelage” in meinem Kopf heraus reifte schließlich die Idee, das Konzept der „Raucherecke“ auszubauen, in der ich noch „Erweiterungspotenzial” sah</span><span class="fs13lh1-5">. Warum nicht einen „Ratgeber für (angehende) Raucher"? </span></div><div><br></div><div><b><span class="fs13lh1-5">Das Rauchen heute</span></b></div><div>Auch wenn Rauchen nicht (mehr) das beherrschende Thema in der Tagespresse ist und die Zahlen aktiver Raucher zum Glück rückläufig sind, ist das Thema noch längst nicht „<span class="fs13lh1-5">vom Tisch”. Noch immer verfallen </span><span class="fs13lh1-5">viel zu viele Jugendliche seinem Lockruf, der Illusion von „Coolness” und „Erwachsensein” und fangen mit dem Rauchen an. Noch immer rauchen hierzulande 15 Millionen Menschen, in Entwicklungsländern nehmen die Zahlen sogar zu. Die statistische Hälfte davon wird daran (vermutlich keinen „angenehmen” Tod) sterben.</span></div><div><br></div><div>Dazu kommen die unfreiwilligen Passivraucher, die unter dem Verhalten von Rauchern in Mitleidenschaft gezogen werden und zu Tausenden daran sterben; Eltern, die ihren Kinder gesundheitliche Schäden für den Rest ihres Lebens zufügen – von rauchenden Schwangeren ganz zu schweigen ... und nicht zuletzt die gesundheitlichen und sozialen Folgen für die Tabakbauern und die Menschen in den Tabakanbaugebieten. Die Beschäftigung mit dem Thema hat mir gezeigt, dass es neben den allgemein bekannten viele weitere Negativaspekte gibt, die mir nicht bewusst waren und über die sich auch die meisten Raucher nicht im Klaren sein dürften. Auf solche Themen werde ich in der „Nichtraucherzone” auf der Start-Smoking-Website irgendwann noch eingehen.<br><br></div><div>Rauchen verursacht so viel „unnötiges“, vermeidbares Leid und dennoch wird es meiner Einschätzung nach nicht in dem Maße als akutes Problem wahrgenommen, wie es seine Gefährlichkeit eigentlich erforderte – zum einen, weil die Schäden schleichend geschehen und nicht sofort sichtbar sind und sich der Raucher in der Illusion wiegt, „später ja immer noch damit aufhören zu können” (weswegen er es vermutlich niemals tun wird), zum anderen, <span class="fs13lh1-5">weil es zur Gesellschaft „ja dazugehört”. Die Vertrautheit mit einer Sache ist wie ein Schleier, der sich über unsere Wahrnehmung und eine rationale Bewertung legt. Nicht nur beim Rauchen (siehe „<a href="https://ralfherter.de/index.html#Philosophie" onclick="return x5engine.utils.imPopUpWin('https://ralfherter.de/index.html#Philosophie','imPopUp', 1920, 1080);" class="imCssLink">Veganismus</a>“).</span></div><div><br></div><div><span class="fs13lh1-5"><b>Start Smoking</b></span></div><div><span class="fs13lh1-5">Jedenfalls, so </span><span class="fs13lh1-5">kam eins zum anderen und die Idee für das Buch und die Website nahm Gestalt an. &nbsp;</span><span class="fs13lh1-5">Ich hatte schon immer einen gewissen Spaß am Machen, Reden und Schreiben von „Blödsinn“. </span><span class="fs13lh1-5">Das </span><span class="fs13lh1-5">„Start-Smoking-Projekt” </span><span class="fs13lh1-5">erlaubt mir, meinem „missionarischen Eifer“ nachzukommen und das Ganze in eine Mischung aus schwarzem Humor, Ironie, Sarkasmus und „Klamauk“ zu verpacken.</span></div><div><span class="fs13lh1-5">Die Gefahr dabei ist, dass man zu sehr für sich selbst und am „normalen“ Leser vorbeischreibt – und am Ende womöglich der Einzige ist, der sich über den eigenen Text amüsieren kann.</span><br></div><div><span class="fs13lh1-5"><br></span></div><div>Insofern ist „Start Smoking“ auch ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Ich freue mich daher über jede Rückmeldung – ob von Lesern des <a href="https://start-smoking.com/de/jetzt-kaufen.php?utm_source=website-ralfherter&utm_medium=link-ralfherter-blog-buch-kaufen&utm_campaign=ralfherter-blog-buch-kaufen" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://start-smoking.com/de/jetzt-kaufen.php?utm_source=website-ralfherter&utm_medium=link-ralfherter-blog-buch-kaufen&utm_campaign=ralfherter-blog-buch-kaufen', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">Buches</a> oder Besuchern der <a href="https://start-smoking.com/de?utm_source=website-ralfherter-blog&utm_medium=link-ralfherter-blog-website&utm_campaign=ralfherter-blog-website" onclick="return x5engine.imShowBox({ media:[{type: 'iframe', url: 'https://start-smoking.com/de?utm_source=website-ralfherter-blog&utm_medium=link-ralfherter-blog-website&utm_campaign=ralfherter-blog-website', width: 1920, height: 1080, description: ''}]}, 0, this);" class="imCssLink">Website</a>.</div><div><br></div><div>Liebe Grüße<br>Euer Ralf</div></div>]]></description>
			<pubDate>Mon, 02 Nov 2020 15:00:00 GMT</pubDate>
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